Sie interessieren sich für Honig aus Greven und Umgebung?

Honig, Met und Bienenwachs Kerzen aus Greven.

Jeder Honig ist immer ein einzigartiges Abbild der Natur in der ein Bienenvolk seinen Standort hat. Jedes Volk sammelt je nach Jahreszeit und Nahrungsangebot in einem Umkreis bis zu 5 km den Nektar als süßen Saft von vielen unterschiedlichen Pflanzen.  Viele Pflanzen bieten den Nektar in ihren Blüten den Bienen als Anreiz für die Bestäubung an, andere Pflanzen sondern den Nektar über sogenannte "extraflorale Nektarien" z.B. an der Blatt Unterseite ab. Einige Pflanzen vereinigen beide Methoden. Ein Beispiel ist die Linde. Wenn sie blüht und die Standortbedingungen ideal sind, sondert sie Nektar in den Blüten ab, ebenso erzeugt sie an den Blättern viel Nektar. Das hat jeder schon einmal erlebt, der sein Auto im Sommer unter einer Linde geparkt und sich bei der Rückkehr über einen klebrigen Belag gewundert hat. 

Ein weiterer Weg, wie die Bienen an den süßen Saft gelangen, ist die Zusammenarbeit mit einigen Lachniden-Arten. Diese stechen Pflanzen, in der Regel Bäume, an und saugen deren Saft. Allerdings können sie den Nektar nicht verwerten und scheiden ihn wieder aus. Dieser wird dann ebenfalls von Bienen gesammelt. Ein Beispiel ist der bekannte Tannenhonig. Da dieses Nektar-Vorkommen auf das Vorhandensein von Lachniden angewiesen ist, kommt es in Deutschland nur regional begrenzt vor und spielt in Greven und Umgebung keine Rolle.

Die Imkerinnen und Imker in unserem Verein ernten in der Regel zweimal im Jahr - zum Ende des Frühjahrs und nach der Lindenblüte  - den Honig.

Diese Honige unterscheiden sich je nach Nektarquelle in der Farbe, im Geschmack und in der Konsistenz.

Frühjahrshonige sind meistens farblich heller, bei hohen Raps Anteil können sie schneeweiß sein, viel Löwenzahn ergibt z.B. gelbe Honige; Sommerhonige sind dunkler.

Geschmacklich sind Frühjahrshonige meistens milder als Sommerhonige.  Es gibt aber auch Pflanzen deren Nektar in bereits geringer Konzentration dem Honig eine bestimmte Note verleiht. 

Die Konsistenz eines Honigs wird durch das Verhältnis der verschiedenen Zuckerarten bestimmt.  Auch dies ist je nach Nektar Quelle niemals gleich. Das führt dazu, dass Honige mit zum Beispiel hohem Akazien-Anteil ein Jahr und länger flüssig bleiben können. Honig mit viel Nektar aus Raps wird nach dem Schleudern innerhalb von einigen Tagen hart. Sommerhonig bleibt oft sechs bis acht Wochen flüssig.

Sie sehen, so vielfältig wie die unterschiedlichen Nektarquellen sind, sind auch die Honige, die das Jahr über geerntet werden. 

Honig ist wie Wein, er unterscheidet sich von Bienenvolk zu Bienenvolk, von Standort zu Standort, von Jahreszeit zu Jahreszeit, von Jahr zu Jahr  in Geschmack, Konsistenz und Farbe. 

In ihm vereinigen sich immer wieder aufs neue die vielfältigen Nektarquellen, die entsprechend des in jedem Jahr individuellen Witterungsverlaufs von den Bienen besucht werden können.

Leider wissen die wenigsten Honiggenießer über diese Vielfalt. Im Supermarkt finden sie immer den geschmacklich und farblich gleichen Honig. Dieses Ergebnis kann jedoch oft nur durch mischen unterschiedlicher Honige, in der Regel aus der ganzen Welt, erreicht werden. 

Honig direkt vom Imker bringt daher auch immer wieder ein individuelles Geschmackserlebnis.

Die Mitglieder unseres Imkerverein bemühen sich jedes Jahr aufs neue, Ihnen dieses Vielfalt möglichst naturbelassen zu präsentieren. 

Als freiwillige Selbstkontrolle  beteiligen sich viele unserer Imker und Imkerinnen erfolgreich an der jährlichen Honigbewertung des Landesverband Westfälisch Lippischer Imker.

 

Die Teilnehmer der Honigprämierung 2011: Horst Pietschner, Sieghard Pietschner, Mechtild Besseling, Georg Kliepan, Anette Gehrke, Martin Messer, Hubert Reppenhorst, Christian Wedershoven,  

Die Teilnehmer der Honigprämierung 2012: Georg Klipan, Martin Messer, Hubert Reppenhorst mit dem Laudator Frank Sundermann (MDL)

Die Teilnehmer der Honigprämierung 2013, Georg Klipan und Martin Messer mit dem Laudator Norwich Rüße (MDL)

Deutscher Honig ist ein relativ seltenes Produkt. Nur ca. 20 Prozent des hier verzehrten Honig wird auch in Deutschland geerntet. Viele heimische Imker halten nur wenige Völker und genießen den Honig innerhalb des Familien- und Bekanntenkreises.

Andere halten mehr Völker und planen den Honigverkauf zur Finanzierung der Imkerei ein. Steigt der Verzehr an heimischen Honig, bewirkt dies eine Vermehrung der Bienenvölker und damit einhergehend eine Steigerung der Bestäubungsleistung bei Obst und Beeren in der heimischen Umgebung.

Honig kann importiert werden, die Bestäubung durch Bienen im heimischen Garten nicht.

Auf unserem Honigfinder geben wir Ihnen Gelegenheit, den nächsten Imker/in mit Honigverkauf in Ihrer Nähe zu finden. 

Nehmen Sie doch einmal Kontakt auf und probieren seinen oder ihren Honig.

Er könnte auch von Blüten aus Ihrem Garten stammen.

Hier finden Sie einen Filmbericht über die Vielfalt des Honig.

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Informationen