"Bio-Imkerei" was ist das denn? Geht das überhaupt? Wo sind denn die Unterschiede zur "konventionellen" Imkerei? Wie unterscheiden sich die vielen Bio Verbände? Ist denn meine Imkerei nicht auch BIO?

Das sind nur einige Fragen, die von Imkern im Zusammenhang mit der Bio Imkerei gestelllt werden.

Um Antworten zu erhalten haben wir in 2013 die Vertreterin von Bioland, Veronika Heiringhoff Campos, eingeladen und uns über die Anforderungen und Kosten einer Bio Zertifizierung einer Imkerei informieren lassen.

Viele Imkerinnen und Imker arbeiten bereits heute nach BIO Richtlinien einzelner Verbände oder könnten diese relativ leicht erfüllen. Einige kaufen auch bereits für ihre Völker teureres zertifiziertes Bio Wachs oder Bio Zucker ein.

Leider belaufen sich die Kosten für die Zertifizierung einer Imkerei, die zur Führung der Bezeichnung "Bio Imkerei" und damit der Vermarktung des Honig als "Bio" berechtigt, und die Mitgliedsbeiträge bei einem Bio Verband auch bei kleinen Hobby Imkereien insgesamt schnell auf ca. 500,- Euro und mehr pro Jahr.

Ab 65 Völker steigen die Kosten dann weiter. Dazu kommen höhere Ausgaben für Bio Wachs und Bio Zucker und eventuell Strafzahlungen bei Beanstandungen während der regelmäßigen Kontrollen.

Auch ein erhöhter Zeitbedarf für Völkerführung und Dokumentation sollte nicht unbeachtet bleiben.

Dies führt dazu, das viele Einsteigerinnen und Einsteiger in die Imkerei zwar mit der Anerkennung als Bio Imkerei liebäugeln, aber aus Kostengründen in der ohnehin Kosten intensiven Start Phase darauf verzichten. Auch einer späteren Zertifizierung  steht die Tatsache im Weg, das sich die hohen jährlichen Kosten bei der durchschnittlichen einstelligen Völkerzahl nicht durch den Honigverkauf erwirtschaften lassen.

Im Frühjahr 2014 haben sich darum einige Imkerinnen und Imker aus verschiedenen Vereinen getroffen um sich mit den Anforderungen an eine Gruppenzertifizierung "Bio Imkerei" zu beschäftigen.

Diese Gruppenzertifizierung wird seit einiger Zeit von verschiedenen Bio Vereinigungen angeboten und soll die Kosten einer Bio Zertifizierung auch für Imkereien mit wenigen Völkern im akzeptablen Rahmen halten.

Bei dem Treffen zeigte sich, das Interesse an einer Zertifizierung zu akzeptablen Kosten besteht.

Die Imkerinnen und Imker einigten sich darauf, sich zukünftig regelmäßig in einem Bio Arbeitskreis zu treffen.

Aufgabe soll es sein, die Anforderungen an eine "Gruppenzertifizierung Bio Imkerei" zu  ermitteln.

Unabhängig davon sollen Sammelbestellungen von Bio zertifizierten Futter und Bienenwachs ermöglicht werden.

Auch der Besuch von etablierten Bio Imkereien wurde angeregt.

 

 

 

 

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